Stromkosten senken: 5 Dinge, die du im Haushalt selbst beeinflussen kannst

Abgelegt unter Panorama by Redaktion am 05. November 2026

Wie viel du pro Kilowattstunde an Strom zahlen musst, entscheidet dein Stromanbieter. Wie viel du verbrauchst, wählst du hingegen selbst. Du hast zwischen Kühlschrank, Waschmaschine, Computer und Balkonkraftwerk so einige Stellen, an denen du nachrechnen kannst. Manchmal steckt vor allem im Zeitpunkt des Verbrauchs das größte Potenzial und nicht im nächsten Spargerät.

1. Den Solarstrom für später aufheben

Mittags steht die Wohnung leer und das Balkonkraftwerk hat seinen besten Moment. Abends laufen Herd, Fernseher und vielleicht noch die Waschmaschine, während draußen längst keine Sonne mehr scheint. Ohne Akku lässt sich die Erzeugung vom Mittag nicht einfach bis zum Feierabend aufheben.

Für genau diesen zeitlichen Versatz gibt es Speicherlösungen. Ein Solarbank 4 Pro Set – Speicher inklusive verbindet Solarmodule mit einer Solarbank, die laut Anbieter 5 kWh Kapazität mitbringt. Bevor du dafür Geld ausgibst, sollte allerdings klar sein, ob regelmäßig genug Strom übrig bleibt. Wenn du tagsüber eh alles fast direkt verbrauchst, hast du kaum Speicherbedarf.

2. Einen alten Stromvertrag wenigstens einmal nachrechnen

Manche Verträge laufen ohne Kündigung von dir einfach weiter. Das kann bequem sein und ist manchmal sogar günstig. Wissen kannst du das aber erst, wenn Grundpreis und Preis pro Kilowattstunden mit aktuellen Angeboten vergleichen werden.

Schließlich möchten die meisten Haushalte Strom und Gas möglichst günstig beziehen. Bei einem Tarifvergleich gehören Boni trotzdem nicht in die erste Zeile der Rechnung. Interessanter ist, was der Vertrag nach Ablauf der Bonusphase kostet und wie lange Preisbindung und Vertragslaufzeit gelten. Auch Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und mögliche Preisgarantien verdienen vor dem Wechsel einen Blick.

3. Dem alten Gefrierschrank ein Messgerät verpassen

Der Gefrierschrank im Keller läuft seit zwölf Jahren und macht seinen Job noch immer. Ob er dabei heimlich ziemlich viel Strom verbraucht, sieht man ihm nicht an. Ähnlich sieht es bei Computern, Fernsehern und anderen Geräten aus, die viele Stunden am Netz hängen.

Ein kleines Strommessgerät bringt nach einigen Tagen konkrete Zahlen statt Vermutungen. Es wird zwischen Steckdose und Gerät gesteckt und zeigt, was tatsächlich durch die Leitung geht. So lässt sich der Verbrauch einzelner Haushaltsgeräte messen. Danach kann immer noch entschieden werden, ob sich ein Austausch rechnet oder der vermeintliche Stromfresser völlig unschuldig war.

4. Die Waschmaschine darf auf Sonne warten

Bei eigenem Solarstrom kann schon die Uhrzeit einen Unterschied machen. Die Waschmaschine muss nicht unbedingt um 19 Uhr starten, wenn mittags niemand zu Hause ist und die Solarmodule gerade Strom liefern. Mit Startzeitvorwahl lässt sich das ohne zusätzliche Rennerei durch die Wohnung erledigen, gleiches gilt für den Geschirrspüler.

Wenn du möglichst viel vom selbst erzeugten Strom verbrauchen möchtest, kannst du solche flexiblen Geräte direkt in die sonnigen Stunden legen. Wie viel ein Steckersolargerät dabei erzeugt, hängt natürlich von Standort, Jahreszeit und Wetter ab.

5. Beim nächsten Gerätekauf auf die zweite Zahl schauen

Auf Waschmaschinen, Kühlschränken und Fernsehern prangt das Energielabel gut sichtbar. Der große Buchstabe fällt sofort ins Auge. Für die spätere Stromrechnung ist aber mindestens genauso interessant, welcher konkrete Verbrauch daneben angegeben wird.

Bei Kühlschränken steht dort beispielsweise ein Jahreswert in Kilowattstunden, bei Waschmaschinen wird der Verbrauch für 100 Waschzyklen angegeben. Wie die Angaben auf aktuellen EU-Energielabels zu lesen sind, lässt sich für verschiedene Gerätegruppen nachschlagen. So können zwei ähnlich ausgestattete Modelle auch einmal anhand der Zahl verglichen werden, die später tatsächlich auf der Stromrechnung landet.

 



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