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Rapper Massiv: PR-Schiesserei für neues Album?

Abgelegt unter Musik by Redaktion am 17. Januar 2008

Rapper MassivAm Montagabend ist es passiert, der Ganster-Rapper Massiv fährt durch Berlin, hält im Bezirk Neukölln an und wird prompt angeschossen. Ein Schuss durch die Schulter soll es gewesen sein, ein Weiterer traf die Windschutzscheibe des Autos. Herrschen denn nun schon amerikanische Zusände in der deutschen Hauptstadt?

Erste kritische Stimmen werden schon laut, so schreibt die Süddeutsche-Zeitung in einem Artikel:

So wurde der Überfall offenbar auf Massivs Fan-Seite vermeldet, noch bevor der Musiker im Krankenhaus angekommen war. [...]
Die Polizei blieb am Mittwoch bei ihrer Feststellung, die Schusswunde sei nicht sonderlich tief gewesen und ambulant versorgt worden. Zeitungen berichten von einem Streifschuss am Arm.

Die Wunde soll also nur halb so wild gewesen sein. Aber die Publicity ist ihm sicher. Ein weiterer Aspekt der einem zum Nackdenken bewegen sollte:

Eine Geschichte ist das, die dazu taugen könnte, aus dem noch nicht weltberühmten, aber beim Majorlabel Sony BMG unter Vertrag stehenden Rapper Massiv einen Helden der Unterwelt zu machen. Das träfe sich gut, denn der Musiker will in den nächsten Tagen die erste Single aus seinem neuen Album veröffentlichen.

Wenn man eins und eins zusammenzählt, wird schnell klar, dass vielleicht doch ein gewisses Kalkül hinter der Aktion stecken könnte.

In der Schweiz konnte man vor nicht allzu langer Zeit ein ähnliches Beispiel beobachten. Der Drittplatzierte bei der schweizer Castingshow MusicStar, Piero Esteriore, raste mit seinem Auto in das Gebäude eines großen Zeitungsverlags, der schlecht über ihn berichtet hatte. Darauf folgte eine große Medienpräsenz, allerdings floppte sein kurz darauf erscheinendes Album dennoch.

 

2 Kommentare zu 'Rapper Massiv: PR-Schiesserei für neues Album?'

Die Kommentare per RSS abonnieren

  1. Ajoupachiller sagte,

    am 17. Januar 2008 um 7:26 pm Uhr

    Das ganze wirkt bei nährer betrachtung doch sehr klar wie ein PR Gaga, der im Grunde ja auch geklappt hat. Aber wie ich auch schon in meinem BLog geschrieben habe, ist dieses Gangsterimage eher Wunschdenken als Realität.

    http://ajoupachiller.redio.de/2008/01/16/schusse-auf-massiv-quentchen-warheit-oder-eher-pr-gag/


  2. am 21. Januar 2008 um 3:47 pm Uhr

    [...] Künstler, die nicht den ganzen Tag damit beschäftigt sind zu planen, wie man durch ein aufgesetztes Attentat im Pseudo-Ghetto seinen Ruf als konkret krasser Gangsta [...]

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