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Blogg Dich reich – USA vs Deutschland

Abgelegt unter Blogging by Redaktion am 20. Mai 2008

Immer mehr deutsche Blogger haben das „große Geld“ gerochen, nachdem in den USA verschiedene Blogger-Größen wie Michael Arrington, John Chow oder Perez Hilton längst mehrere Tausend Dollar im Monat einstreichen. Aber wie sieht es in der deutschen Blogosphäre aus, funktionieren auch hier solche Geschichten?

Deutschlands „bekanntester“ Blogger, Robert Basic, verdient nach eigener Aussage etwa 3.500 Euro pro Monat mit seinem Blog. Andere deutsche Blogger verdienen so zwischen 0 und 700 Euro im Monat, wie der Einnahmenzusammenfassung von Selbständig im Netz zu entnehmen ist.

John Chow-Niveau, also etwa 30.000 Dollar im Monat, erreicht aber noch keiner, zumindest keiner, der auch seine Einnahmen veröffentlicht. Zu Arringtons Techcrunch, mit etwa 200.000 Dollar pro Monat, fehlen noch Welten.

Woran liegt das?

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist zum Einen die Zahl der Internet-User wesentlicher höher, zum Anderen finden sich wesentlich bessere Werbekunden für Blogs, weil sie einen ganz anderen Stellewert genießen. Aus meiner Sicht ist die Blogosphäre in Deutschland noch lange nicht soweit.

Mit AdSense und Affiliate-Marketing sind eben Grenzen gesetzt, da solche Einnahmequellen stark von der Reichweite eines Blogs abhängig sind. John Chow hat aber nichtmal mehr Traffic als ein Robert Basic: 282.424 Page Views von Chow zu ca. 306.000 von Basic. Ich selbst hatte hier auch schon ca. 150.000 Impressions im Monat, meine Monetarisierung war aber im Vergleich zu John Chow lächerlich.

Ich gehe davon aus, dass die Klickraten bei Chow auch nicht viel höher sind als bei anderen Blogs, was man an den „geringen“ Kontera-Einnahmen sieht, die nur knapp 3% der Gesamteinnahmen ausmachen. Hingegen sind direkt verkaufte Werbung und Reviews die Hauptquellen für den Erfolg. Image-Werbung also, die bei uns irgendwie nur spärlich nachgefragt wird.

 

19 Kommentare zu 'Blogg Dich reich – USA vs Deutschland'

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  1. willi sagte,

    am 20. Mai 2008 um 4:55 pm Uhr

    282.424 Page Views pro Tag, da müsste man hinkommen 😉
    aber wenn man so runterrechnet auf die eigenen Views, dann
    bin ich mit meinem Werbepartner http://www.kaeseplatte.com/contaxe
    ganz zufrieden. Einfach mal austesten, gerade das Hyperlining
    ist genial!

  2. Tobias sagte,

    am 20. Mai 2008 um 6:35 pm Uhr

    Naja, nicht pro Tag, die Werte sind pro Monat. Von daher sind sie eben noch nicht exterm hoch und unerreichbar, die Monetarisierung allerdings schon. John Chow hat knapp 100 Dollar pro Tausend Besucher. 🙂


  3. am 21. Mai 2008 um 3:02 pm Uhr

    Hallo zusammen,

    ich stelle mal einen ganzen Beitrag aus meinem Blog hier rein, obwohl die Darstellung sich im Original besser lesen lässt, Was solls…

    Es gibt ein paar (ich lüge, es sind sehr viele…) Dinge, die ich nicht mag. Zum Beispiel mag ich keine konjunktiven Sätze, die also mit dem Wort „wenn“ beginnen, denn die beinhalten meistens Schrott der Extraklasse. „Wenn ich mal im Lotto…“, „wenn ich groß bin…“, „wenn der Hund nicht geschissen hätte…“

    Und die Krönung vons Janze ist neuerdings: „Wenn ich einen Blog in englischer Sprache hätte…“ Ja, was wäre dann? „Dann hätte ich vieeeeel mehr User…“. Klar doch. „Und dann hätte ich vieeeeel mehr Geld….“. Logisch, wenns nur darum geht. Alle wollen dann auf dieses Blog, wohin sonst. Passiert ja nix auf diesem Planeten, also muss man in ein Blog und der muss in englisch sein, erst dann klappt’s auch mit dem Nachbarn, oder wie?!

    Sicher. Die englisch-sprachigen Blogs greifen mehr User ab, weil man so ziemlich überall auf diesem Planeten so babbelt. Da kommen die Headlines ohne Filter direkt dort an, wo sie zielgerichtet hin sollen. Verstehe ich… nicht so ganz. Was würde die Erweiterung der Sprache am Vermögen des Admins ändern? Vermag (

  4. horch sagte,

    am 21. Mai 2008 um 4:14 pm Uhr

    Die großen Blogs verdienen vor allem auch durch Selbstvermarktung, auch dies machen in Deutschland vergleichsweise wenige Blogger/ Blogs.

  5. lena sagte,

    am 22. Mai 2008 um 10:13 am Uhr

    hallo ihr lieben! bald fängt ja die fußball em an und da ich europameister werden will brauch ich ein bissl hilfe: ein klick auf meine seite genügt und ich bekomm ein tor gut geschrieben! http://www.lena.wird-europameister.de daankeeeeeeeee


  6. am 22. Mai 2008 um 11:59 am Uhr

    Hallo zusammen,

    ich höre immer nur „verdienen“. Steht das Wort „Blog“ neuerdings als Synonym für Verdienst, Kohle, Moneten, Geld, Euroletten oder sonstwas im Wörterbuch? Dann habe ich Einiges mal wieder völlig falsch verstanden….

    Ich dachte immer, ein Blog hat was mit Schreiben und Lesen zu tun, ich Dummerle…

    lG
    L. Spilker
    http://www.deutschfluesterer.de

  7. Tobias sagte,

    am 22. Mai 2008 um 12:39 pm Uhr

    Hallo,

    ein Blog kann als Spass betrieben werden, man schreibt etwas, es finden sich Leser, die die Texte gerne lesen… Wenn es viele Leser werden, warum soll man nicht auch etwas daran verdienen? Eine Zeitung oder ein Themen-Magazin schreibt seine Artikel ja auch nicht nur zum „Spass“.

    Wer natürlich nur bloggt um möglichst viel zu verdienen, wird schnell scheitern. Ohne guten Content gibt es keine langfristigen Leser, ohne Leser keinen Verdienst. Einen Blog als reine Geldquelle zu betrachten ist natürlich falsch.

    Gruß,
    Tobias


  8. am 22. Mai 2008 um 2:27 pm Uhr

    Hallo Tobias,

    ich bin gegen viel, nicht jedoch gegen Einnahmen, nur DAS kann nicht der Grund eines BLOGS sein. Es gibt genügend Portale im Netz mit denen Geld verdient wird, keine Frage. Aber auf der Basis eines Blogs hat keines damit zu tun. Dafür wurden eigene Konzepte erdacht…

    Hier sehe ich eine gewisse Art der Gaukelei. Man will ein billiges Script, mit dem man zu Umsatz kommen könnte und bedient sich praktischerweise eines BlogScripts, weils ja so easy geht.

    „Der Weg ist das Ziel. “ Einem Gerücht zufolge nach jedenfalls… und ob ein Blog in englisch oder deutsch daherkommt, soll doch niemanden interessieren, der ERNSTHAFT Geld verdienen will.

    Manchmal wundere ich mich sehr. Manchmal wieder weniger 🙂

    lG
    Lutz
    http://www.deutschfluesterer.de

  9. Tobias sagte,

    am 22. Mai 2008 um 3:04 pm Uhr

    Hallo Lutz,

    ein Blog ist eben schnell eingerichtet und zudem wird er von Suchmaschinen bevorzugt in den Index aufgenommen. Von daher starten viele Projekte eben als Blog und nicht als Standard-Webseite. Der Blog als klassisches Tagebuch einer Einzelperson ist sicherlich nicht fürs Geld verdienen gedacht.

    Ob deutsch oder englisch gebloggt wird, ist ansich ja auch egal, wenn der Content stimmt, wachsen beide Seiten. Nur die Relevanz solcher Newsblogs wird in Deutschland noch nicht so richtig erkannt, bzw. von Werbekunden nicht honoriert. Eine Anzeige auf einer großen News-Portalseite kostet i.d.R. mehrere tausend Euro, Blogger mit einer ähnlichen Reichweite kommen gar nicht erst an solche Werbekunden heran, bzw. werden mit Klickvergütung abgespeist. Bei reiner Image-Werbung klickt aber fast keiner auf den Banner. Die Klickraten auf Seiten wie n24.de o.ä. sind sicherlich genauso lausig wie anderswo. Nur wird dort eben per View abgerechnet. Amerikanische Blogs haben hier einen Vorteil, weil viele Kunden auch für Einblendungen bezahlen und nicht für Klicks.

    Gruss,
    Tobias


  10. am 23. Mai 2008 um 7:50 am Uhr

    Hallo Tobias,

    die Seite webbstar.de hatte mal PR4. Jetzt, durch das Blog und das damit verbundene Content, den anderen Namen, etc. fiel ich auf PR1 zurück und es ist mir wurscht, weil es das Netz auch schon vor diesem PR-Gehabe gab und es funktionierte ebenso.

    Viele Leute tragen sorgsam ihre Affi-Partner und sonstige Werbungen zusammen und erst dann machen sie sich Gedanken um das Eigentliche. Archtiktonisch ein Fiasko, zuerst das Dach und erst dann das Fundament zu bauen. Angesichts des Titels dieses Artikels liege ich mit meiner Ansicht gar nicht so schräg. Wie schon erwähnt, waren es vor Jahren die Foren und das Sterben dieser „heilbringenden Maschinen“ ist fast schon Geschichte.

    Wie dem auch sei. Ich schaue mir täglich ~ 10 Blogs an und lese darin, so es etwas zu lesen gibt und nicht irgendein Script irgendwelche Beiträge in das Blog schaufelt, die der Admin (Mod, User, etc.) nicht verfasst haben. Mir ist es tatsächlich völlig egal, meinethalben sollen sich die Leute „gesundstoßen“. Doch ich fürchte, es wird nicht dazu kommen.

    Wollte jeder Zeitungsleser auch gleichsam Autor und Verleger werden, brächen die Kioske zusammen…

    lG
    Lutz

  11. Tobias sagte,

    am 23. Mai 2008 um 8:55 am Uhr

    Hallo Lutz,

    auch ich gebe nicht sonderlich viel auf den PageRank, da er auf die Besucherzahlen etc. keinen Einfluss hat. Lediglich beim Linkverkauf spielt er meines erachtens noch eine Rolle, wobei ich selbst eigentlich nicht verstehen kann, warum Leute für einen PR4 Link mehr bezahlen als fü reinen PR3 Link.

    Beim Thema „Goldgräberstimmung“ stimme ich dir eigentlich zu, es kann nicht jeder Zeitungsleser plötzlich Verleger werden, genauso kann es nicht nur Millionäre geben. Wieviel Leser hat eine Zeitung noch, wenn es plötzlich statt 10 Anbietern 100.000 gibt? Wer soll arbeiten, wenn plötzlich alle reich sind?

    Für einige Wenige rechnet sich ein Blog/Medienprojekt, für den Rest bleibt es Liebhaberrei oder eben Wunschdenken. Die ganzen Blogs, die nur auf Youporn und Co optimiert haben, ohne richtigen Inhalt zu liefern, werden in wenigen Monaten wieder verschwunden sein. Oder es wird dann eben wieder neue Hype-Themen geben, mit denen sich ein paar Euro verdienen lassen, solange bis jeder Hinz & Kunz wieder denkt, auf den Zug aufspringen zu müssen. Diese Thematik gibt es auch anderswo, man erinnere sich nur an den Aktienboom der New Economy, wo die Oma anfängt zu „investieren“, oder ein hoher Lotto-Jackpot, wo alle denken sie werden superreich, aber es spielen halt 10 mal soviel mit, wie bei einem „Mini“-Jackpot. Eine meiner Grundregeln: Mach nie das Gleiche, was die Masse macht!

    Gruß,
    Tobias


  12. am 23. Mai 2008 um 9:47 am Uhr

    Hallo Tobias,

    das WWW ist eine sehr vielschichtige Drehscheibe und allein die Möglichkeit dort, ohne viel Aufwand selbst aktiv werden zu können, stellt sich bei einigen Herrschaften als (fallenstellende) Verlockung dar.

    Natürlich müssen einige Leute erst ordentlich auf die Schnauze fallen um zu begreifen, dass – wie du schon sagtest – nicht jeder Millionär werden kann… und das ist auch gut so.

    Die Natur schuf Täler und Berge und exakt diese Landschaft muss es auch im realen Leben geben. So tragen wir alle unser Packerl 🙂

    Autofahren ist das Eine. Ein Rennen gewinnen ist das Andere. In diesem Sinne…

    lG
    Lutz

  13. Chris sagte,

    am 23. Mai 2008 um 5:07 pm Uhr

    Du bist Deutschland.
    Wenn ich das hier schon lese: „ich höre immer nur ‚verdienen‘ „, „ein Blog soll nur Spaß machen“, „Wer natürlich nur bloggt um möglichst viel zu verdienen, wird schnell scheitern.“ …
    Das ganze bla, bla ist hier zu Hause – in Deutschland. Wehe jemand macht Geld ausserhalb seines Angestellten-Status, dann ist er schon der pöse Kapitalist. Menschen, die Geld verdienen sind hier suspekt. In USA ist es eben anders. Da wird gerne der PayPal-Spendenknopf gedrückt, Sachen auf Empfehlung gekauft … Die Amis wissen, dass der Blogger seine Zeit investiert, in die er auch woanders arbeiten könnte und honorieren dies. Es hat da drüben eben nicht anrüchiges, wenn Menschen „Gutes“ tun und dafür „freiwillige Spende“ entgegennehmen.
    Und ihr seit Opfer der eigenen Einstellung – der deutschen Einstellung.


  14. am 23. Mai 2008 um 7:33 pm Uhr

    Hallo Chris,

    etwas spricht aus dir, ich höre es sehr deutlich, es wird immer deutlicher und nun höre ich es ganz klar. Es ist eine riesige Unzufriedenheit und warte…. noch etwas spricht aus dir. Das Deutscheste überhaupt, ja – ohne Zweifel: der NEID.

    Besinnliches Wochenende
    Lutz Spilker
    deutschluesterer.de


  15. am 21. Juli 2008 um 3:11 pm Uhr

    einfach super deine seite. weiter so!

  16. DaMu sagte,

    am 04. November 2008 um 12:34 pm Uhr

    wow, da sollte man ja mal ins amiland ziehen und perfekt englisch lernen. mit ein bisschen Geld verdienen macht das ganze doch noch mehr spaß;)

  17. Morpheus sagte,

    am 29. Dezember 2008 um 1:49 pm Uhr

    Hallo,

    nun ist es natürlich auch relativ zu sehen, schließlich ist der amerikanische Ur(US)-Einwohner ja auch berühmt berüchtigt dafür, sich gerne und überall ins Rampenlicht zu pressen. Obs nun gewollt übertrieben ist oder der Realität entspricht, der deutsche Blogger hat ebenso die Möglichkeit, ein wenig vom Dollarkuchen zu naschen. Bescheiden eben, der deutschen Tugend ewig folgend…

    Grüßle
    Morpheus


  18. am 02. Juni 2010 um 1:28 pm Uhr

    […] USA vs. Deutschland und die Frage wer die “besten/reichsten” Blogger […]

  19. Csaba Nagy sagte,

    am 01. Mai 2011 um 9:49 pm Uhr

    Hallo!

    Ich denke das die englischen Blogs auch deshalb besser verdienen, da die Kaufbereitschaft der englischen und da vor allem der US-Besucher viel höher liegt als im deutschsprachigen Raum!

    Es wird schneller im Internet gekauft als hierzulande…

    Auch wird dem Internet mehr Vertrauen geschenkt als bei uns…

    Ich merke es selber, das ich auf meinen englischen Verkaufsseiten mehr Einnahmen habe als auf meinen deutschen und meinen Blogs zusammen!

    MfG

    Csaba Nagy




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